  |
The
Dead 60s
Die Xtaster-Trendscouts auf der Suche nach dem nächsten
großen Ding sind in UK fündig geworden. Englands neue Radio
Riots heißen The Dead 60s!!
Ein Zeitsprung in die.....na?...nee nicht 60er, wie der Bandname The
Dead 60s im ersten Moment in der Tat vermuten lassen könnte.
Die ersten dreißig Sekunden ihres ersten Videos zeigen
alles, was man über The Dead 60s wissen muss: Eine Sirene heult
auf, die Kamera fängt eine in blutrotes Licht getauchte Hochhaussiedlung,
Graffiti und Beton ein. So könnte auch verschollenes Clash-Bildmaterial
von 1977 aussehen. Und das ist durchaus gewollt.
Ohne Dich lange auf die Folter zu spannen, gibt's bei Xtaster 3Videoclips
der Dead 60s:
The Last Resort Videoclip
56k
/ DSL
Riot Radio
56k
/ DSL
You're Not The Law
56k
/ DSL
The Dead 60s sind eine Band aus Liverpool, die ganz anders klingt
als alles, was die Stadt je zuvor hervorgebracht hat. Die erste Single
„You’re Not The Law“ hat mit klassischem Songwriting
kaum etwas zu tun, dafür viel mehr mit abgedrehter Punk-Energie
und schweren Reggae- und Dub-Grooves.
„Wir betrachten uns als Gesellschafts-Kommentatoren”,
sagt Bassist Charlie Turner. „Unsere Songtitel sollen auf jede
Wand im Land gesprüht werden. ‘You’re Not The Law’,
‘Too Much TV’, ‘Riot Radio’ – das würde
doch großartig aussehen. Es geht uns um das Kreieren von Slogans,
nicht um herkömmliches Songwriting. Jedenfalls nicht im konventionellen
Sinn.“
Debüt-Album "The Dead 60s"!!
Seit 2003 feilen The Dead 60s an ihrem radikalen Dub-Sound. Das Quartett
– außer Charlie Turner sind noch Matt McManamon (Gesang/
Gitarre), Ben Gordon (Gitarre/ Orgel) und Bryan Johnson (Schlagzeug)
mit dabei – nennt The Clash, King Tubby und Keyboarder Jackie
Mittoo als Vorbilder und es ist ihnen wichtig, dass sie sich von Anfang
an von ihrer lokalen Musikszene abgegrenzt haben. Das geht soweit,
dass sie noch nicht einmal in Liverpool aufgetreten sind.
„Es geht gerade eine Menge ab in Liverpool, aber damit haben
wir nichts zu tun”, sagt Charlie. „Ich weiß
kaum etwas über die anderen Bands aus der Stadt. Wir waren nie
Teil dieser Szene. Ich war noch nie in meinem Leben bei einem The-Bandwagon-Abend
(der Clubnacht der Band The Bandits). Wir hängen lieber in der
Garage herum und tüfteln an unseren Grooves.“
Die Musik der The Dead 60s erinnert an das, was The Clash und The
Specials in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern
versucht haben: Einen Soundtrack für das typische Grau in Grau
des britischen Stadtleben zu schaffen – unter unüberhörbarer
Hinzunahme jamaikanischer Einflüsse. Natürlich haben The
Dead 60s trotzdem einen ganz eigenen Stil.
„Klar hören wir die Specials”, sagt Charlie.
„Aber wir machen uns da gar nicht so viele Gedanken. Wir
nehmen auch gerne einen HipHop-Groove und setzen einen Skank obendrauf.
Wir kopieren nicht irgendetwas, was es vor zwanzig Jahren schon einmal
gab.“
„Wir machen ziemlich viel verschiedenes Zeug. Horrorcore-Ska,
Funk Punk – aber nicht diesen Art-School-Punk, der gerade in
Mode ist. Mehr so in die Richtung Ornette Coleman in seiner Prime-Time-Phase
in den Achtzigern.“
Trotz ihrer sehr speziellen musikalischen Ausrichtung haben sich The
Dead 60s schon eine respektable Fangemeinde erspielt.
„Ich glaube, es gibt nicht viele Kids, die wirklich Dub
hören”, sagt Charlie. „Aber trotzdem können
die meisten damit etwas anfangen. Was wir machen, hat ja auch so eine
Dance-Komponente, da finden die Leute natürlich immer schnell
einen Bezug dazu. Wir klingen sehr nach Nordengland, das mögen
viele. Entspannte, gute, unprätentiöse Musik.“
Wie viele Musikfans dem Dead-60s-Sound bereits verfallen sind, zeigen
u.a. die bisherigen UK-Chart-Platzierungen des Quartetts: Im vergangenen
Jahr erreichte die Single „Riot Radio“ erstmals die Top
30 der britischen Charts, es folgten Tourneen mit den Zutons und den
Bees durch England, dann peakte ihre Single „Last Resort“
auf Platz 24 der Singles Hitliste.
Die Band ist fest entschlossen, alles zu geben um ihre provokativen
Botschaften zu verbreiten. „Wir machen manches anders”,
sagt Charlie, “aber ich schätze, das ist auch das, was
die Leute jetzt brauchen. Etwas Neues und Frisches.“
 |
 |