Dorfdisko
Unterwegs als Band...
Eine Dorfdisko also. Da werden die grossen Hits der Stunde abgefeiert.
Da gibt es am Donnerstag ein kleines Pils für 99 Cent. Nach
zwölf Pils traut man sich vielleicht sogar, mit der unerreichbaren
Dorfschönheit ein paar Worte zu wechseln. Vielleicht tanzt
man sogar mit ihr. Und am Ende eines ganz großen Abends in
der Dorfdisko endet man knutschend auf dem alten Sofa in der schummrigen
Ecke. Klar kann man Dorfdiskos doof finden, weil sie so schlicht,
so wenig szenig, so immergleich sind. Oder man denkt wie Peer aus
Köln, der „so viele schöne Erinnerungen mit
Dorfdiskos verbindet. Jeder war doch zuerst in seiner kleinen gemütlichen
Dorfdisko, bevor es in die grossen Stadtclubs ging. Diese allerersten
Ausgeherlebnisse vergisst man nie.“ Stimmt auch wieder.
Punkt an Peer. Und an seine Band, die sich den Namen zu eigen gemacht
hat.
Seit Anfang 2004 gibt es Dorfdisko. Das ist gemessen an der Geschichte
der Popmusik ein kurzer Zeitraum, gemessen an der Geschichte des
Universums ein wahnsinnig kurzer Zeitraum und für den Schritt
vom Proberaum zum Plattendeal bis zur ersten Veröffentlichung
immer noch verdammt knapp kalkuliert. Da gibt es kein langes Abtasten,
eher puren Pragmatismus. Unter dem Motto „Junger Mann zum
Mitreisen gesucht“ wurde in der üblichen Musikerpresse
inseriert, so kamen zu Gitarrist Peer und Schlagzeuger Marc, die
sich bereits aus vorherigen Bandprojekten kannten, der via Düsseldorf
und Frankfurt ins Rheinland geschlenderte Sänger Daniel und
Bassist Volker, der im deutsch-belgischen Niemandsland wahrscheinlich
die dörflichsten Erfahrungen aller Bandmitglieder sammeln durfte.
Die unglaublich schnelle Entwicklung der Band in den folgenden
Monaten lässt sich an folgendem Beispiel sehr gut erklären:
Erste Bandprobe. Der Kasten Kölsch bleibt im Kühlschrank.
Über musikalische und persönliche Vorgeschichte redet
man auch erst mal nicht. Stattdessen: Hit schreiben. Der heisst
„Schreien wir zusammen“ und findet sich in all seiner
melodiösen Neo Punk Glorie auf der „Unterwegs EP“,
die im April ein mittelschweres Pressebeben auslöste und trotz
aller negativen Grundvoraussetzungen (Nicht aus Berlin! Auf Deutsch!
Es geht um Gefühle!) nahezu einhellig positives Feedback einfuhr.
Die Debüt-Scheibe "Viel zu stürmisch,
viel zu laut"!!
Es sind diese großen Momente, die Dorfdisko's Debüt
zu einem wirklich bemerkenswerten Album machen, poetisch, druckvoll,
spannend. In einem jedoch scheitert die Band: Nie werden wundervolle
Titel wie das melancholische „Erinnerjung“ zwischen
„Gangster's Paradise“ und „YMCA“ im Hauptprogramm
einer Dorfdisko laufen. Viel zu stürmisch, viel zu laut!
Hier kannst du bereits in einige Songs von Dorfdisko reinhören
und dir das Video zu "Unterwegs" streamen lassen. Bald
gibt's sogar noch mehr!
1.
Unterwegs
2.
Adieu Adieu
3.
Schreien wir zusammen
Video
- Unterwegs - Real Stream
Dorfdisko on the Road:
08.06.2007 Brandenburg, Campus-Sommerfest, FH Brandenburg
09.06.2007 Münster, Hafenfest, Rock Bühne
16.06.2007 Siegen, Siegen Rockt Open Air
29.06.2007 Lingen, Alter Schlachthof (tbc)
06.07.2007 Köln, CSD
13.07.2007 Tettnang (Baden-Württemberg), Rock im Vogelwald
14.07.2007 Berlin, Rock im Grünen
18./19.08.2007 Fresenhagen (Stadum), Rio Reiser Haus/Fresenhagen Open Air
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