Platte Der Woche
The Gaslight Anthem American Slang
Kasabian "British music needs a kick up the arse",
sagt Sänger Tom Meighan, und er kann es sich erlauben, solch
große Töne zu spucken. Sie haben ihre Qualitäten
bereits mit ihrem großartigen Debüt-Album "Kasabian"
bewiesen. Songs, die man in Stadien mitbrüllt und in der U-Bahn
mitsummt. Sie sind schlüssig, ohne gefällig und belanglos
zu sein, und Tom Meighans Stimme klingt so kraftvoll, dass sie einem
nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Auch wenn die vier Briten aussehen,
als hätten sie ihren Eltern die Plattensammlung stibitzt: Kasabian
drehen genauso gern an Knöpfen, geben sich elektronischem Schnickschnack
hin wie sie Rock-Klassikern huldigen.
Second Album am 22.9. beim Plattendealer!
Auf die Frage, wie die erste Single „Empire” klingt
antwortete Meighan: „Marc Bolan raucht Crack mit Dr. Who.“
„Keine andere Band außer vielleicht Radiohead hätte
sich getraut, einen solchen Tempowechsel einzubauen“, fügt
Pizzorno hinzu. Diesmal bilden Serges elektronische Soundentwürfe
den musikalischen Kern. Die Flut der Ideen hört nicht auf.
Angetrieben von Handclaps und Ian Matthews „Studio 54“-Style
Schlagzeug wird an „Shoot The Runner“ kein Weg vorbeiführen.
„Last Trip“ ist (wenig überraschend bei dem Titel)
eine klingende Postkarte von einem gepflegten Totalabsturz bis in
die frühen Morgenstunden.
Die Alben ‚Screamadelica’ von Primal Scream und ‚Dig
Your Own Hole’ von den Chemical Brothers waren wichtige Inspirationen
und weisen den Weg, aber nichts kann einen wirklich auf „Empire“
vorbereiten. Während „Kasabian“ stark von einer
sich rapide verändernden Welt beeinflusst war, ist „Empire“
ein sehr viel persönlicheres Album geworden. Eine Erinnerung
an zwei extreme Jahre auf Tour, in denen die Freundschaft, auf der
die Band aufgebaut ist zur wichtigen Konstante wurde. Ein Gruß
aus einer Parallelwelt.
Wer die Qualität von "Empire" selbst
prüfen will, kann das im Online-Player
von Kasabian tun. Außerdem kann man sich bei Xtaster eine sehr
coole, 22 minütige Doku
zum Album (feat. Noel Gallagher von Oasis) ansehen.
Das neue Video zur ersten Single "Empire" haben wir natürlich
auch am Start!!
Und zusätzlich noch 3 ältere Videos. Zum Abspielen benötigst
du den Windows Medial Player bzw. den Real Player.
"Du möchtest wissen, warum ich in einer Band bin?”
fragt Sänger Tom Meighan und liefert gleich die Antwort: "Weil
es die einzige Sache ist, die ich jemals wirklich tun wollte. Nichts
sonst. Absolut nichts. Seit meinem vierten Lebensjahr habe ich diesen
Wunsch und deswegen stehe ich hier." Das ist ja mal ein
Statement, mit dem wir was anfangen können. Es geht hier also
nicht ums Berühmtwerden oder eine großartige Karriere,
hier geht es um echte Leidenschaft.
Tom stammt aus Leicester, der Art von englischer Großstadt,
die für ihre Jugend ein ziemlich dröges Unterhaltungsprogramm
zu bieten hat: Fußball gucken, Musik hören, Alkohol konsumieren,
grölend um die Häuser ziehen. In den frühen 90ern
aber brodelte dort tatsächlich das Leben. Es war die Zeit der
Raves, und die Midlands mit Städten wie Birmingham, Coventry,
Wolverhampton oder eben Leicester waren die Brutstätten des
Hardcore. Dieser Musikstil, eine düstere House/Hip Hop-Melange,
wurde von den Medien nicht besonders geschätzt, auch die Mainstream-Clubber
hielten sich von den Hardcore-Events fern. Die Indie-Szene aber
war dem Sound verfallen und entwickelte ihn weiter. Aus Hardcore
wurde Jungle, Drum´n´Bass oder im Fall von KASABIAN
wuchtiger elektronischer Rock. Tom, Sergio Pizzorno (Songwriter,
Keyboard) und Chris Edwards (Bass) waren 17, als sie anfingen sich
ernsthaft mit Musik zu beschäftigen.
Auch einen Namen, über den man nicht lange diskutieren muss,
findet sich schnell: Ein Artikel über den Massenmörder
Charles Manson erwähnt den Namen der Frau, die den Fluchtwagen
des Massenmörders fuhr: Linda Kasabian. Perfekt, der Name ist
gebongt. Nebenbei bedeutet Kasabian auf armenisch auch noch "Schlachter".
Nicht schlecht.
So tüfteln sie sich langsam dem Album entgegen, das 2004 den
NME und mit ihm die britische Jugend Kopf stehen lässt: Das
selbst betitelte "Kasabian" springt mit vermummtem Gesicht,
das wahlweise an Palästina oder den 1. Mai im Kreuzberg der
späten Achtziger erinnert, in die Augen. Die Musik darauf zeigt
sich zwar nicht ganz so rebellisch. Doch haben sie es geschafft,
Versatzstücke der Bands aus ihrer Plattensammlung so geschickt
zusammenzusetzen, dass daraus etwas Eigenes entsteht. Mit einem
ganz klaren Einschlag des Madchester Rave: Revolution, Drugs and
Rock'n'Electro!
ACHTUNG !
Du bist schon Teamer und möchtest einen weiteren "Xtaster Künstler"
unterstützen oder ein Project tauschen?
Kein Problem! Du kannst ab sofort im Log In-Bereich dein Profil eigenständig
bearbeiten.
Lass es auf deinen Strassen krachen!
Streetteam, Xtaster, Bahnhof?
Hier erfährst Du alles über uns...