"Lucky" ist das fünfte Album der New Yorker Band Nada Surf
DIe Band besteht, wie auch die letzten zwölf Jahre aus Matthew Caws (Gesang, Gitarre), Daniel Lorca (Bass) and Ira
Elliot (Schlagzeug).
Die Platte ist gefüllt mit Rastlosigkeit, Verlangen und der Undefinierbarkeit der Liebe. Die Band schafft es auf einzigartige Weise mit den Wehmütigen Texten ein perfektes Gegengewicht zur treibenden Musk zu finden. Die Band erzeugt eine Art "Wir- sind- alle- zusammen- Hymne" Stimmung, woran nicht zu letzt die ständig presente Sehnsucht in Matthew Caws Stimme verantwortlich ist.
"Lucky" wurde von der Band selbst und von John Goodmanson (Death Cab For
Cutie, Blonde Redhead, Sleater-Kinney) koproduziert. Die Platte wurde Robert Lang Studios in Seattle aufgenommen, in dem u.a. schon Bands wie Nirvana, Death Cab for Cutie, Foo Fighters and Dave Matthews aufgenommen haben. Viel großartige Musiker haben auf "Lucky" Gastauftritte, u.a. Death Cab's Ben Gibbard, Ed Harcourt, John Roderick von den Long Winters, und Gitarrist von Jesse Sykes & the Sweet Hereafter, Phil Wanderscher .
"Lucky" wird bei uns am 1. Februar erscheinen. Hier ein ersten Eindruck der Platte.
Sicher wird es zum Release wieder Aktionen geben. Also wenn du noch ncht im Nada Surf Team bist, trag dich ein.
27.06. Darmstadt - Centralstation
27.09. Hamburg - Reeperbahnfestival
28.09. Berlin - Huxley's
29.09. Köln - Live Music Hall
Neues Video zu "I Like What You Say Video"
Übrigens, kleiner Exkus in die Bandgeschichte gefällig?
New York, Ende der Achtziger Jahre: Der Gitarrist und Sänger Matthew Caws und der als Kind aus Spanien immigrierte
Bassist Dani el Lorca drücken
gemeinsam die Collegebank, spielen zusammen in verschiedenen Formationen
und gründen schlussendlich eine eigene Band, um ihrer Vorstellung
von ernsthafter, ehrlicher und unverfälschter Gitarrenmusik
freien Lauf zu lassen. Sie spielen sich unter dem Namen Because
Because Because durch unzählige Clubs der Ostküste, bevor
sie sich 1993 in Nada Surf umbenennen. Etwa zu dieser Zeit verlässt
sie ihr Drummer; Ersatz ist indes schnell gefunden: Ira
Elliot , Schlagwerker der Garagerock-Revivalisten Fuzztones
, wird ihr neues festes Mitglied. Die Basis steht, es kann los gehen.
Dank Lorcas guter Verbindungen nach Europa erhalten sie dort ihren ersten Plattenvertrag; unter denkbar schlechten Voraussetzungen spielen sie ihr erstes Album ein, das niemals erscheint – ihr Vertrag wird noch vor Release des Albums wieder aufgelöst . „Ich war damals an einem Punkt, wo ich mir ernsthafte Ambitionen abgewöhnt hatte“, so Matthew Caws. „Mir war zwar klar, dass ich immer in irgendwelchen Bands spielen werde, dass ich immer mit Freunden die Musik machen werde, die ich mag. Aber ich dachte auch, dass ich damit niemals Erfolg haben werde. Es lief einfach zu schlecht, von Anfang an.“
Dennoch haben sie ein bisschen Glück: Über Umwege geraten die Aufnahmen an Producer-Ass Ric Ocasek , der sich derart begeistert zeigt, dass er ihnen einen weltweiten Labeldeal mit Elektra besorgt und ihnen anbietet, das komplette Album erneut aufzunehmen – dieses Mal unter vernünftigen Bedingungen. Das Ergebnis: Das 1996 veröffentlichte „High/Low“ , ein bis heute einzigartiger Meilenstein des Collegerocks und so etwas wie die musikalische Blaupause für ungezählte Emocore-Bands. Ihre ausufernde Melancholie, verpackt in spröde Gitarrenmusik, changiert lässig und gekonnt zwischen energischer Aufbruchstimmung und einer gehörigen Portion Wut. Es ist die perfekte Musik für latent verwirrte, ziellose junge Menschen: Während z.B. ein Woody Allen die Großstadt-Neurosen der von Midlife-Krisen geplagten Endvierziger verfilmt, vertont das New Yorker Trio die Ängste und Nöte von deren Söhnen und Töchtern – doch ohne dabei den Blick für das Positive zu verlieren.
„High/Low“ erhält famose Kritiken, die Single „Popular“
gerät zum veritablen Clubhit, die Verkäufe laufen
ordentlich, der Anfang ist gemacht. Es folgt die unvermeidliche
Welttournee, das erste Ausgebranntsein und zwei Jahre später
das Follow-Up zum Debüt: „The Proximity Effect“ .
Musikalisch sperriger als der Erstling und textlich in äußerst
ernsthaften Territorien unterwegs, zeigt sich Elektra alles andere
als begeistert: Sie suchen vergeblich nach der Hitsingle, weigern
sich, das Album so zu veröffentlichen und schicken die Band
erneut ins Studio. „Es war einer der enttäuschendsten Momente
meines Lebens“, so Caws. „Da machst du ein Album, von
dem du glaubst, dass es wirklich gut ist, dass es Tiefe und Dynamik
hat, und dann kommen ein paar Plattenbosse daher und sagen dir:
‚Alles ganz nett, aber wo ist der Hit?'“ Zwar erscheint das
Album regulär in Europa; daheim in den Staaten geht indes überhaupt
nichts. Es dauert mehr als zwei Jahre, bis sich Band und Label gütlich
einigen und den Vertrag auflösen..
Vier Jahre später ist jetzt und damit: „Let Go“ .
Ein programmatischer Plattentitel. Denn nicht wenige – bis hin zur
Band selber – waren überzeugt, dass wir nie wieder etwas von
Nada Surf hören werden. Doch schlussendlich gelingt es ihnen,
in einen passenden Labelhafen einzulaufen und die Dinge auch sonst
einfach laufen zu lassen. Was das Beste ist, was ihnen und uns passieren
konnte, denn nun erstrahlt ihr Stern in neuem Licht. „Let Go“
präsentiert uns die ausgeruhtesten, ungezwungensten und
ehrlichsten Nada Surf to date, mit Melodien aus Kristallglas, mit
kunstvoll kanalisierter Wut im Bauch und einer Band, die sich endlich
zu hundert Prozent selbst gefunden hat. Sie spielen mit den Elementen
all jener Künstler, die sie selber lieben – Flaming Lips, Guided
By Voices, Frank Black, Teenage Fanclub oder New Order. Sie nehmen
sich das Beste aus Pop, Rock, Emo und einer vorsichtig eingebunden
punky Attitude. Sie lassen ihrer Affinität zu dunklen Klangtexturen
freien Lauf. Sie erlauben sich, ungekünstelt über Liebe,
Zorn und Fruchtfliegen zu singen. Und sie gestehen sich die Freiheit
zu, eine Platte zu machen, die nur einem einzigen Qualitätsanspruch
genügen muss: Ihrem eigenen.
ACHTUNG !
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